Aktualisierung des untergesetzlichen kerntechnischen Regelwerks (Stand Oktober 2011)
Die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH arbeitet federführend* im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) seit September 2003 an der Überarbeitung des untergesetzlichen kerntechnischen Regelwerks.
Ziel des Regelwerksprojektes des BMU ist eine Modernisierung des o. g. Regelwerkes, um die zwischenzeitlichen internationalen Weiterentwicklungen und Ergänzungen bei dem in die Tiefe gestaffelten Konzepts der Schadensvorsorge in das untergestzliche Regelwerk umzusetzen.
Mit dem jetzt von der GRS vorgelegten Entwurf der "Sicherheitsanforderungen an Kernkraftwerke (Rev. E) sollen die bisherigen Anforderungen aus BMI-Sicherheitskriterien, Störfall-Leitlinien und RSK-Leitlinien für DWR und SWR (Entwurf) aktualisiert und zusammengeführt werden. Dabei werden auch die aktuellen Regelwerke und Empfehlungen der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) und der Western European Nuclear Regulator´s Association (WENRA) zur Harmonisierung der Ansätze in den Mitgliedsstaaten zur Gewährleisten der Sicherheit von Kernkraftwerken einbezogen.
Bund und Länder hatten vereinbart, von Mitte 2009 bis Ende Oktober 2010 die neuen Regeln (Sicherheitskriterien für Kernkraftwerke, Rev. D) in einem Grünbuchverfahren zu erproben. Der Rücklauf der Berichte zu den Ergebnissen der Erprobung lag bis Ende 2010 vor.
Die Ergebnisse aus der Auswertung des Rücklaufs und aus den Gesprächen der GRS Projektleitung mit den Länderbehörden im Februar 2011 sind in die Überarbeitung der "Sicherheitskriterien für Kernkraftwerke" (Rev. D) eingeflossen. Weiterhin fanden die aus der Sicherheitsüberprüfung der RSK im Gefolge des Reaktorunfalls in Fukushima gewonnenen Erkenntnisse Eingang in die Überarbeitung. ________________________________
* Bei der Erstellung des neuen Regelwerks waren neben den Sachverständigen der GRS auch eine Reihe von Unterauftragnehmern, insbesondere das Öko-Institut und das Physikerbüro Bremen, sowie eine Reihe weiterer anerkannter Fachexperten beteiligt.
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